Wussten Sie schon, dass...
- häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder die
Solidargemeinschaft jährlich mehr als 14 Milliarden Euro
kostet? Das im Wesentlichen für Polizei, Justiz und
ärztliche Behandlungen
rundblick Nr.119, 23.06.2010
- alle elf Sekunden ein Mädchen auf dieser Welt Genital
verstümmelt wird? Auch in Deutschland leben über 20.000
bereits betroffene Frauen, über 5.000 Mädchen sind
gefährdet.
Terre des Femmes, newsletter vom 14.12.2009
- die Kinderbetreuung im Bundesland Rheinland-Pfalz ab
jetzt kosten-frei ist? Das gilt sowohl für die unter
dreijährigen Kinder, als auch für die Gruppe der drei-
bis sechsjährigen Knirpse.
heute-journal am 01.09.2009
- der Frauenanteil bei Promotionen in Deutschland
gestiegen ist? Lag die Rate der Frauen im Jahr 2000 noch
bei 34 Prozent, so ist sie 2009 auf 42 Prozent gestiegen.
Eine gute Bilanz!
newsletter der Vernetzungsstelle für
Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstel-lungsbeauftragte,
Juli 2009, S. 10; 23.07.2009
- der Anteil von Frauen in norwegischen Aufsichtsräten
von unter zehn auf 41 Prozent gewachsen ist, seitdem das
Parlament die gesetzliche Frauenquote in Aufsichtsräten
eingeführt hat? Diese Quote gilt nicht nur für
staatliche Unternehmen in Norwegen, sondern auch für alle
börsen-notierten Aktiengesellschaften.
zwd Frauen. Gesellschaft und Politik, Nr. 268, Juli 2009,S.
11; 3.07.2009
-
deutsche erwerbstätige Frauen mit Kindern in
Führungspositionen auf der Skala im europäischen Vergleich
die Schlusslichter bilden? Während Litauen bei 79,4
Prozent liegt, Spanien bei 69,8, Italien bei 62,7, Rumänien
bei 58,6 Prozent, rangiert Deutschland mit 42,8 Prozent
tatsächlich am unteren Ende der Skala. (Studie von
Eurostat 2007).
zwd Frauen. Gesellschaft und Politik, Nr. 256,
2008, S. 5; 29.06.2009
- im Bildungswesen Jungen benachteiligt werden, im
Berufsleben die jungen Frauen? So das Ergebnis der
Studie des Aktionsrates Bildung in München. Deshalb
die Feststellung des Präsidenten des Aktionsrates, Dieter
Lenzen: "Viele Lehrbücher sind einseitig auf die Interessen
von Mädchen angelegt."
frauenpolitischer dienst, Folge 491, 27.03.09
- muslimische Kinder in der Schweiz
seit Neuestem am Schwimmunter-richt der Schulen teilnehmen
müssen? So das Urteil des höchsten Gerichts in der
Schweiz. Damit wurde die dortige Rechtssprechung geändert.
FrauenSicht
Newsletter Februar 2009, Nr. 1; 27.01.2009
-
die
radikalislamischen Taliban in ihrem Kampf gegen die
Ausbildung von Mädchen mehrere Schulen in Pakistan zerstört
haben? So
soll verhindert werden, dass Mädchen und Frauen
eigenständige und unabhängige Persönlichkeiten werden.
ZDF- heute-journal 20.01.2009
- Frauen im Alter zwischen 65 und 70 Jahren in einem
viel größeren Umfang Empfängerinnen von
Grundsicherungsleistungen sind als ihre gleichaltrigen
Geschlechtsgenossen? Bundesweit sind es 84.398 Frauen: ,
dem gegenüber stehen 58.975 Männer:
zwd Frauen. Gesellschaft und Politik, Nr. 261, 1/09, S. 5; 08.01.2009
- Monika Hauser, Ärztin und Trägerin des
alternativen Nobelpreises, fordert, dass sich die
deutsche Bundesregierung dafür einsetzt, dass
Vergewaltigungen im Krieg als Kriegsverbrechen geahndet
werden sollten?
Außerdem: Die Gründerin von
medica mondiale sagte, es sei notwendig,
dass endlich kongolesische Fachfrauen mit an den
Verhandlungstisch nach Nairobi kommen, statt diese
Verhandlungen den Männern alleine zu überlassen, so
Hauser bei der Preisverleihung am 8. Dezember 2008.
Tagesthemen im ARD am 08.12.2008
- eine Studie aktuell ergeben hat, dass 81 Prozent der
befragten Frauen als Beweggrund, kommunalpolitisch aktiv zu
sein, angegeben haben, sie wollten sich "über den
eigenen Tellerrand hinaus" für etwas engagieren, 41
Prozent wollten ein konkretes Thema in der Kommune
voranbringen. Das ergab eine Studie, die
Bundesfrauenministerin Ursula von der Leyen in Auftrag
gegeben hat.
Newsletter des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
vom 12.11.2008
- es immer noch große Unterschiede in der quantitativen
Versorgung und Betreuung von Kindern unter 3 Jahren in den
alten und neuen Bundesländern gibt? Die Quote lag 2007
bei 10 Prozent in den westlichen und bei 40 Prozent in den
östlichen Bundesländern.
Rundschreiben Nr. 387/2008 des Nds. Landkreistages;
22.10.08
- ein Islamgelehrter aus Saudi-Arabien empfiehlt, dass
muslimische Frauen in der Öffentlichkeit (wie Piraten) ein
Auge abdecken sollen?
So könnte vermieden werden, dass sie fremde Männer
erregen.
Stader Tageblatt 27.09.2008, S. 14
- der Frauenanteil in der Professorenschaft mit 6144
auf 16,3 Prozent in 2007 in Deutschland gestiegen ist?
Im Jahr 2000 lag er noch bei 9,0 Prozent.
frauenpolitischer dienst, Nr. 476, 26.09.08
- die EU Frauen einen Meilenstein auf dem Weg zur
Gleichstellung ebnet? Das EU-Parlament will künftig
frauenfeindliche Werbung sanktionieren, zum Beispiel
dort, wo Frauen in der klassischen Frauenrolle als "Heimchen
am Herd" oder in sexistischen Darstellungen präsentiert
werden. Das sei heute entwürdigend und ethisch nicht mehr
haltbar. Dies ist eine Forderung, für die sich
Politikerinnen und Gleichstellungsbeauftragte jahrelang
stark gemacht haben.
heute journal im ZDF am 04.09.2008
- viele Mütter, die nach der Elternzeit an den
Arbeitsplatz zurückkehren und dann gekündigt werden, eine
böse Überraschung erleben? Die Höhe ihres
Arbeitslosengeldes kann bis zu 40 Prozent niedriger
ausfallen als das Arbeitslosengeld, das ohne Elternzeit
ausgezahlt wird.
MonaLisa-Newsletter vom 27.08.08
- Litauen den höchsten Anteil an Frauen in
Führungspositionen hat, die Kinder haben? Es sind 2005
79.4 %; während Deutschland in dem Ranking unter 25 Ländern
auf dem letzten Platz liegt mit 42,8 %.
zwd Frauen,
Gesellschaft und Politik Nr. 256, 2008, 28.7.08
- Frauen sich für ihre Schönheit auch ihre Beine
zertrümmern lassen? Aus Sibirien kommt die Methode, bei
der der Frau der Unterschenkel gebrochen wird, um eine
künstliche Verlängerung des Knochens zu erwirken. So schießt
frau zur erwünschten Modelhöhe auf. Eine Münchner Klinik hat
sich auf diese OP spezialisiert.
EMMA Juli/August 2008, S. 51, 25.07.08
- es bundesweit einen ersten Landrat in
Baden-Württemberg gibt, der für zwei Monate Elternzeit
genommen hat?
Es ist der CSU-Politiker Stefan Rößle. Mehr darüber im
der nächsten Ausgabe MONA LISA (ML) am 06. Juli um 17.30 Uhr
im ZDF
ML MONA LISA - Newsletter vom 03. Juli 2008, 04.07.08
- das türkische Verfassungsgericht das Kopftuchverbot
an türkischen Universitäten bestätigt hat?
Die Regierung hatte ein Gesetz erlassen, das das
Kopftuch an Unis wieder zulassen sollte, damit sich Frauen
nicht zu sehr an westlichen Werten orientierten.
Newsletter der Vernetzungsstelle für
Gleichberechtigung,
Juni 08, 23.06.08
- ein muslimisches Mädchen in Remscheid am
schulischen Schwimmunterricht mit Jungen teilnehmen muss?
Trotz religiöser Bedenken seiner Eltern hat das
Verwaltungsgericht Düsseldorf diese Teilnahmepflicht
bestätigt, denn es sei der Schule nicht zumutbar, nach
Geschlechtern getrennten Unterricht zu organisieren. (AZ.:18
K 301/08)
Newsletter der Vernetzungsstelle für
Gleichberechtigung,
Juni 08, 23.06.08
- die jungen Frauen von heute unabhängig sein
möchten und dass sie zielstrebig und selbstbewusst sind?
Sie haben große Ziele: Sie wollen Geld verdienen, aber auch
Kinder bekommen. "Die Zeit des Entweder-Oder ist vorbei.
Jetzt zählt das Und", fasst Jutta Allmendinger von der
Brigitte zusammen.
Näheres über die interessante Studie
"Frauen auf dem
Sprung" unter
www.brigitte.de;
24.04.08
- das erste TV-Frauenmagazin Mona Lisa dieser Tage
20jähriges Jubiläum feiert?
Am 17.04.1988 startete Maria von Walser die erfolgreiche
Sendung im ZDF.
Monalisa-Newsletter vom 17.04.08
-
die Feuerwehren bundesweit
dringend Nachwuchs suchen?
Mädchen und Frauen sind
ausdrücklich erwünscht. Der Anteil weiblicher
Feuerwehrmitglieder liegt derzeit bei 7 % bundesweit.
Frauenpolitischer Dienst 12.09.07, S. 3
Interessieren Sie sich noch für weitere erstaunliche Daten,
die
wir für Sie unter dem Stichwort "Wussten Sie schon, dass ...?"
aufgespießt haben, dann folgen Sie diesem
Link
weitere interessante
Erkenntnisse.
- die häusliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen
zunimmt? Nach neuester Statistik ist die Zahl der
Übergriffe in Niedersachsen in den eigenen vier Wänden
in den Jahren 2005 von 2395 zum Jahr 2006 von 2438 Fällen
gestiegen. In 95 % der Fälle sind Männer die Täter.
rundblick Nord-Report vom 11.04.08
-
in Köln täglich zehn Frauen
Anzeige bei der Polizei erstatten, weil sie sich sexuell
belästigt oder bedroht fühlen?
"FrauTV" im WDR am 09.04.08
- Ehepaare durchschnittlich 15 Minuten pro Tag
miteinander sprechen? Davon 10 Minuten im Bett.
SPIEGEL SPECIAL NR. 1/2008, S.36, 14.03.08
- die durchschnittliche Entwicklung von Firmen mit drei
oder mehr Frauen im Vorstand wesentlich lukrativer ist als
die bei Firmen mit weniger als drei Vorstandsfrauen? Die
Gesamtkapitalrendite bei Firmen mit mehr als drei
Vorstandfrauen liegt bei 10 %, bei weniger als drei
Vorstandsfrauen liegt sie bei 6,2 %.
SPIEGEL SPECIAL NR. 1/2008, S.60, 14.03.08
- Die Bundesarbeitsgemeinschaft der
Gleichstellungsbeauftragten (BAG) die Meinung vertritt , das
Wort "Herdprämie" sei kein Unwort, sondern ein Unding!
Die BAG möchte nicht die "Subventionierung der Frauen am
Herd". Es seien gute Kinderbetreuungsangebote erforderlich,
damit Frauen nicht länger am Arbeitsmarkt benachteiligt
blieben. Nur mit mehr weiblichen Fachkräften könne die
deutsche Wirtschaft angesichts der demographischen
Entwicklung konkurrenzfähig bleiben.
Frauenpolitischer Dienst Nr. 463/08 S.1; 01.02.08
- nur in Japan und Korea die Lohnunterschiede zwischen
den Geschlechtern noch größer ist als in Deutschland?
Dies ergab eine Vergleichsstudie der OECD in 17
Industriestaaten. Eine der Ursachen dafür laut OECD: Die
nicht selten für drei Jahre beantragte Elternzeit, die fast
immer zur Karriereeinbuße für Frauen führt.
Frauenpolitischer Dienst Nr. 461/08, S. 4; 21.12.07
- unverheiratete Mütter ab dem 1. Januar 2008 die
gleichen Ansprüche auf Unterhalt wie geschiedene und
verheiratete Frauen haben?
Das ist der Inhalt des neuen Unterhaltsrechtes der
Bundesregierung, mit dem die Gleichstellung ehelicher
und unehelicher Kinder erreicht werden soll.
zweiwochendienst November 2007, 17.12.07
- die Rate der Männer, die im 3. Quartal 2007
Elternzeit beantragt hat, relativ stark gestiegen ist?
Nach der alten Gesetzeslage (bis 31.12.06) waren es konstant
5 Prozent der Männer, im 1. Quartal 2007 waren es 6,9
Prozent und im 3. Quartal bereits 10,7 Prozent.
Jetzt! Gleichstellung d. Frau. Beruf
+ Familie, 07.12.07,
S. 10
- die HPV-Impfung von jungen
Mädchen gegen den Gebärmutter- halskrebs bisher nur bei
wenigen Mädchen vorgenommen wurde? Das ist gut so, denn
der Erfolg solcher Impfungen ist sehr umstritten, möchte
doch die Pharma-Industrie ihre Kassen damit klingeln
lassen...
Frauenpolitischer Dienst 12.11.07, S. 5
- mehr als die Hälfte aller jungen Frauen 2006 eine
Ausbildung in nur 10 von 346 Ausbildungsberufen begonnen
hat?
Als Kauffrau im Einzelhandel oder für Bürokommunikation,
Industrie- oder Hotelkauffrau, Medizinische oder
zahnmedizinische Fachangestellte, Verkäuferin, Friseurin
oder Verkäuferin im Lebensmittelhandwerk. Keiner dieser
Berufe ist technisch.
www.frauenlohnspiegel.de,
14.08.07
-
künftig doch eine Frau als Gondoliera auf Venedigs Kanälen
schippern wird?
Die deutsche Alexandra Hai bemüht sich seit Jahren um die
Erlaubnis. Die widerständigen Gondolieri (bisher gab es unter
ihnen noch nie eine Frau) hatten ihr den Kampf angesagt und
sie 4 mal durch die Fahrprüfung fallen lassen. Aber vor
Gericht hat sie nun gewonnen.
Newsletter
www.monalisa.zdf.de, vom
13.04.07
- in Deutschland ca. 19.000 Frauen leben, die von
Genitalverstümmelung betroffen sind?
Mindestens 4000 Mädchen seien hierzulande derzeit
gefährdet. Die Verstümmelung der weiblichen Genitalien ist
vor allem in afrikanischen und einigen arabischen Ländern
verbreitet. In Ägypten z.B. sind 80 Prozent der weiblichen
Bevölkerung betroffen.
www.frauenen.zwd.info,
04.01.07
im ersten Quartal 2006 3,5 % der Männer
Elternzeit beantragt haben, während es im
zweiten Quartal des letzten Jahres bereits 6,8 % waren?
SPIEGEL-Special
Familie 4 / 2007, S. 16, 13.08.07
Frauen und Mädchen in Polen demnächst nicht mehr in
Miniröcken und tief ausgeschnittenen T-Shirts auftreten
dürfen? Es soll dort ein Gesetz erarbeitet werden, das
die Verlockung zum Sex unter Strafe stellt.
Frauenpolitischer Dienst vom 21.05.07
-
Ségolène Royal im ersten Wahlgang um das Amt
des Staats- präsidenten Favoritin bei den jungen Wählern und
Wählerinnen, nicht aber bei den Frauen war?
Es
stimmten 31% der Frauen für Sarkozy, nur 24 % für Royal .
Frauenpolitischer dienst vom 03.05.07
-
dass der erste
EU-Gleichstellungsbericht vorliegt?
Deutschland schneidet darin
schlecht ab. Hierzulande müssten die "ideologischen
Scheuklappen" endlich abgelegt werden, die gerade Müttern die
Berufstätigkeit erschweren. "Frauen sind die Antriebskraft
beim Beschäftigungswachstum in der EU, haben aber immer wieder
mit Benachteiligungen zu rechnen", so
Kommissionsmitglied Vladimir Spidla.
Frauenpolitischer Dienst 02.04.07
-
die neue Regelung der Rente mit
67 Jahren Frauen mittelbar diskriminiert?
Menschen, die 45 Jahre
versicherungspflichtig gearbeitet haben, können mit 65 Jahren
ihre ungeschmälerte Rente bekommen. Das trifft nur auf 2,48
Prozent der Frauen, aber auf 27,2 Prozent der Männer zu.
Frau&Politik , Nr. 442, vom 16.03.07
- es im Stadtgebiet Zürich keine Werbung mit
sexistischen Inhalten und Darstellungen mehr gibt?
Die Stadt hat dies im Pachtvertrag festgeschrieben, den
sie für ihre Plakatwände und Littfasssäulen abgeschlossen
hat. Dies ist ein Verdienst der Fachstelle für
Gleichstellung, die eine Homepage zu allen wichtigen Fragen
rund um die (vermeintlich) verkaufsfördernden
Männerfantasien ins Netz gestellt hat.
www.stadt-zuerich.ch/gleichstellung
.
EMMA März/April 07, 21.02.07
in Wien ein kleines, aber symbolisch offenbar sehr
bewegendes Projekt vorgestellt wurde?
In Ämtern und auf Straßen werden in Zukunft
geschlechtergerechte Versionen von Hinweisschildern
aufgestellt, z.B. für Wickelräume, Aufzüge, Baustellen etc.
Ziel der Aktion: in den Köpfen soll etwas bewegt werden
newsletter 1/07 der Gleichstellungsstelle der Stadt Koeln,
15.02.07
-
die Zeitschrift EMMA im Dezember
30jähriges Jubiläum feiert?
Die umfangreiche Dezember-Ausgabe der EMMA setzt sich
intensiv mit dem Feminismus seit den 70er Jahren bis heute
auseinander, bringt interessante Beiträge und Ergebnisse
einer spannenden Allensbach-Umfrage zur Gleichstellung von
Frau und Mann in unserer Gesellschaft. Die EMMA, wie immer
mutig, spritzig, feministisch, offensiv und interessant,
gibt es am Kiosk und im Fachhandel für 7 €.
www.emma.de ,
21.12.06
-
... das Ehegatten-Splitting Frauen
immer noch diskriminiert und die Existenzsicherung von
Frauen erschwert?
Vom Ehegatten-Splitting profitieren vor
allem Paare, bei denen nur ein Ehepartner berufstätig ist
oder Familien, in denen beide Partner berufstätig sind und
große Verdienstunterschiede haben. In beiden Fällen werden
die Frauen benachteiligt durch diese Regelung, sie können
leichter in schlechter bezahlte Jobs abgedrängt werden und
ihre eigenständige Existenzsicherung rückt in weite Ferne.
So die Kritik der Gewerkschaften.
Frauenpolitischer dienst vom
20.11.2006
-
... Irland ein besonders
familienfreundliches Steuerparadies ist?
Dort unterliege beispielsweise
Kinderkleidung nicht der Mehrwertsteuer. Angesichts der
Erhöhung der Mehrwertsteuer ab Januar 2007 auf 19% ist davon
auszugehen, dass Familien mit Kindern besondere Einbußen
hinnehmen müssen.
Frauenpolitischer dienst vom 20.11.2006
-
... Frauen vor allem durch das Prinzip
der Bedarfsgemeinschaft (bei Hartz IV) auf die Rolle der
Zuverdienerinnen oder sogar ausschließlich auf die
Versorger-Ehe verwiesen werden, und dies ungeachtet ihrer
Qualifikation oder langjährigen Erwerbsarbeit?
Gemäß aktuellen Berechnungen sind die
Verlierer der Hartz IV-Reform 17% der früheren
Arbeitslosenhilfe-EmpfängerInnen, die keinerlei Leistungen
mehr erhalten, weil ihr Partner / ihre Partnerin zu viel
verdient. Bei diesen Paaren sind fast 2/3-tel der Männer, aber
gut nur 1/3-tel der Frauen erwerbstätig. D.h., deutlich mehr
Frauen als Männer haben ihre Arbeitslosenunterstützung ganz
verloren. Diese Frauen in Partnerschaften werden zusätzlich
zu Arbeitslosen 2. Klasse, die wenig bis keine Aussicht
haben, intensiv betreut zu werden und keinen Rechtsanspruch
auf Arbeitsförderung haben.
frauenpolitischer dienst vom 20.11.2006
- ... 2006 47 % der jungen Frauen Abitur gemacht haben,
dagegen aber nur 40 % der männlichen Jugend?'
Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen
Shell-Jugendstudie, die im September 06 veröffentlicht
wurde. Bundesfrauenministerin Ursula von der Leyen das
Aufholen der Mädchen eine überfällige Selbstverständlichkeit
und bemängelt, dass sich die Bildungserfolge nur spärlich im
späteren Berufsleben niederschlagen.
www.shell-jugendstudie.de
- ... 68 % der deutschen Männer sich gut vorstellen
könnten, Elternzeit zu nehmen?
Ein Drittel der Befragten würde gerne die Kinder betreuen, allerdings
ungern die Hausarbeit übernehmen.
Stader Tageblatt vom 26.09.06, S. 1
- ... eine aktuelle Forsa-Umfrage ergeben hat, dass
drei von vier Deutschen das Herman'sche Frauenbild für
überholt und falsch halten?
Eva Hermann, erfolgreiche Nachrichtensprecherin und
Moderatorin verschiedener Talkshows, wettert öffentlich
gegen die Emanzipation und die Berufstätigkeit der Frau und
gibt Frauen die Schuld an der Kinderlosigkeit unserer
Gesellschaft.
frauenpolitischer dienst vom 12.09.06 S. 6
..berufstätige Mütter kein schlechtes Gewissen mehr
zu haben brauchen, ihre Kinder hätten schulische Nachteile
hinzunehmen?
Dieses weit verbreitete Vorurteil, das ganze
Generationen von Frauen in Deutschland zu "Rabenmüttern"
abgestempelt hat und das ihnen ein schlechtes Gewissen
bereitet hat, ist nun widerlegt. 70 % der schulisch
erfolgreichen Kinder haben ganz- oder halbtags arbeitende
Mütter, dies ergab eine Studie der Pschologin Una
Röhr-Sendlmeier von der Universität Bonn.
www.focus.de, 24.08.06
... die Zeitschrift BRAVO 50 Jahre alt geworden ist?
Sie hat unzählige Jugendliche und Kinder durch die Pubertät begleitet
und wird noch heute gerne gelesen. Herzlichen Glückwunsch!
monalisa newsletter 11.August 06,
-
... Freier sich in
Schweden strafbar machen?
Prostitution wird als Form männlicher Gewalt gegen Frauen und
Kinder definiert und ist dort seit dem 01.01.1999 strafbar.
Der Kampf gegen Prostitution und Menschenhandel ist ein
wesentlicher Bestandteil des Strebens nach Chancengleichheit
für Frauen und Männer.
Zweiwochendienst Nr. 32/2004, S. S. 8, 08.08.06
-
...2,5 Millionen Kinder und
Jugendliche unter 18 Jahren in Armut leben?
Das ergibt eine neueste
Erhebung des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB)
Stader Tageblatt, 28.07.2006, S. 1
- ... das Jahr 2007 von der Europäischen Union zum Jahr
der Gleichstellung der Geschlechter gekürt worden ist?
Frau darf gespannt sein auf die nationalen Anstrengungen zu
diesem Zweck!
Zweiwochendienst Nr. 232, S. 18; 25.07.06
- ...60 Prozent aller Mädchen und jungen Frauen zwischen
17 und 20 Jahren bereits unfreiwillig sexuelle Erfahrungen
gemacht haben?
Bei Jungen und jungen Männern sind es ungefähr 30
Prozent.
Nein heißt nicht Jein! Du hast ein Recht auf Respekt!"
ein Handout der Landesstelle Jugendschutz,
www.jugendschutz-niedersachsen.de, 13.07.06
"...Frauen alles doppelt so gut machen müssen wie
Männer, um anerkannt zu werden - glücklicherweise ist das
nicht schwer."
Zitat von Monika Harms, der neuen Generalbundesanwältin;
EMMA Nr. 4, 2006, S. 11, 29.06.2006
●... das erste Frauenbüro in Niedersachsen
sein 20 jähriges Jubiläum gefeiert hat?
Die Landeshauptstadt Hannover hat 1986 als erste Kommune
Niedersachsens die Stelle der kommunalen Frauenbeauftragten
eingerichtet.
Newsletter FrauenOnlineNiedersachsen, Nr. 4, S. 2,
23.06.2006
- ...Frauen mit 67 Prozent Anteil überproportional
häufig im Niedriglohnsektor arbeiten?
Das Institut für Arbeit und Technik (IAT) beziffert 2004
knapp 6 Millionen Beschäftigte im Niedriglohnsektor. Im
Westen 20,5 Prozent mit durchschnittlich 9,83 Euro brutto,
im Osten 22,5 Prozent mit 7,15 Euro brutto durchschnittlich.
zwd .Frauen und Politik, Mai 2006, S. 24, 22.05.06
- ... Schwangerschaftsabbrüche in Polen nur
in Ausnahmefällen
erlaubt sind?
Etwa wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Aber auch
dann weigern sich viele Ärzte, den Eingriff vorzunehmen.
Jetzt wird eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte verhandelt.
www.zdf.de,
18.05.06
-
...Frauen in Deutschland
4.11 Stunden täglich für Arbeiten im Haushalt
aufbringen?
Männer dagegen 2.21 Stunden.
Stader Tageblatt vom 08.03.06;
08.05.2006
- ... Tchibo in Sachen menschenunwürdige
Arbeitsbedingungen für Frauen einen Kurswechsel
vornimmt?
Anlässlich des massenhaften Protestes von Bürgerinnen und
Bürgern in Deutschland wegen der unzumutbaren
Arbeitsbedingungen von Frauen in den produzierenden Werken
in Bangladesch sah sich Tchibo gezwungen, bei seinen
Partnerfirmen im Ausland Druck auszuüben und z.B. die 449
Arbeiterinnen, die wegen einer Gewerkschaftszughörigkeit
ihre Arbeit verloren hatten, wieder einzustellen.
Deutscher Frauenrat, Magazin 2/2006, S. 37, 04.05.06
-
...von den über 100 000 Menschen in
Deutschland, die magersüchtig sind, 90 % Frauen sind?
100 000 Menschen sind magersüchtig, 800 000 leiden an
Ess-Brechsucht (Bulimie). Dies sind erschreckende Zahlen, die
dem Schlankheitsideal zuzuschreiben sind. Bilder von Models
aus Zeitschriften und aus dem Fernsehen sind für Mädchen oft
wichtige Bezugsgrößen.
www.dick-und-duenn-berlin.de, 28.04.06
-
-
... in Deutschland jährlich mehr als
15.000 Menschen über Schlepper und Menschenhändler
eingeschleust werden?
Die Dunkelziffer liegt vermutlich um ein Vielfaches
höher. Die Abläufe sind immer ähnlich. Frauen, Männer und
Kinder verlassen aus wirtschaftlicher Not ihr Land und
geraten dabei in die Fänge von Schleppern und
Menschenhändlern. Denen sind sie mitunter bis an ihr
Lebensende ausgeliefert, weil sie sich bei ihnen verschulden
oder auf sonstige Weise von ihnen abhängig sind.
Informationen für die Frau, Informationsdienst
Nr. 1/2006, Seite 23
des Deutschen Frauenrates - Lobby für Frauen,
Bundesvereinigung von Frauenverbänden und
Frauengruppen gemischter Verbände in Deutschland e.V.
- ...die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi noch
heute im Iran als Anwältin für Demokratie und gegen die
Willkür, mit der Männer das Recht auslegen, kämpft?
Dabei setzt sie sich selbst größter Gefahren aus, denn
sie steht auf den Todeslisten der Regierung.
ML-Newsletter 24.04.06, siehe
www.monalisa.de
- ... es sich in der Debatte um die
demografische Entwicklung in Deutschland fast immer nur um
die Frau und ihre Gründe, keine Kinder zu wollen, dreht?
Über den Mann ohne Kind wissen wir dagegen fast nichts. Dabei gibt es mehr
Männer als Frauen ohne Kinder.
Der
kinderlose Mann hingegen ist in dieser Rechnung der
Demoskopen eine bislang unbekannte Größe. Eine
Allensbach-Untersuchung über die Einstellung junger Männer
zur Familie hat auch nach den Ursachen für bewusste
Kinderlosigkeit gefragt und von 60 Prozent der Herren die
Antwort erhalten, es seien "andere Gründe" als finanzielle,
berufliche oder die ungelöste Situation der Kinderbetreuung.
Jedoch hat es das Institut versäumt, bei diesen "anderen"
verschwiegenen Gründen nachzuhaken.
mehr dazu unter
www.EMMA.de, 21.04.06
- ... die Zahl der Länder von Jahr zu Jahr zunimmt, die
die Todesstrafe abschaffen?
2005 wurden aber noch mindestens 2148 Menschen
hingerichtet. Zigtausend anderen droht das gleiche
Schicksal.
Süddeutsche Zeitung vom 20.04.06
- ...der Gesetzgeber vorgesehen hat, dass
Bezieherinnen von Sozialgeld und ALG II die Kosten für
Verhütungsmittel aus den laufenden Bezügen (345 Euro pro
Person) ansparen können?
Das Bundessozialhilfegesetz sieht zwar grundsätzlich eine
Hilfe zur Familienplanung für Sozialgeldempfängerinnen vor,
aber seit in Krafttreten des GMG stehen sich zwei
gegensätzliche Bestimmungen gegenüber und in der Mehrzahl
der Kommunen und Landkreise werden Verhütungsmittelkosten
weder erstattet noch in der Bedarfsermittlung
berücksichtigt. Versuchen sollten Sie es trotzdem!
www.profamilia.de vom
18.04.06
- ... es einen sehr
interessanten und informativen Frauenserver für das Land
Niedersachsen gibt ?
www.FrauenOnlineNiedersachsen.de
Diesen Frauenserver können auch Sie mit Ihrem Verein oder
Ihrer Einrichtung nutzen, wenn Sie in Niedersachsen wohnen, um
sich dort zu präsentieren. Sie können dort alles über aktuelle
Themen, Politikfelder und Institutionen erfahren, sogar
Veranstaltungstermine in Ihrer Kommune! Wenden Sie sich bei
Fragen bitte an folgende Adresse
frauenserver@vernetzungsstelle.de oder telefonisch unter
der Nummer (0511) 33 65 06 25. Der niedersächsische
Frauenserver wird von der Landesregierung finanziell
unterstützt.
-
... die Familie der von
ihrem Bruder ermordeten Hatun Sürücü das Sorgerecht für
deren sechsjährigen Sohn beantragt hat?
Hatan Sürücü war aus einer türkischen Zwangsehe
entflohen und wurde in Berlin Opfer eines sogenannten
Ehrenmordes. Der jungen Frau wurde von ihrem 18-jährigen
Bruder aus nächster Nähe dreimal ins Gesicht geschossen - eine
Art Hinrichtung "als Strafe für gelebtes Leben", wie das
Landgericht Berlin feststellte. Das Kind von Hatan
Sürücü lebt derzeit bei einer Pflegefamilie. Bei Politikern
und in der Öffentlichkeit löste dieses Ansinnen Unverständnis
aus. Berlins Innensenator forderte die Familie sogar auf,
Deutschland zu verlassen.
taz vom 18.04.06, Seite 6
- ... die Bruttoverdienste der vollzeitbeschäftigten
Arbeitnehmerinnen in Deutschland im Jahr 2005 gestiegen
sind?
Das jedenfalls gilt für das Produzierenden Gewerbe sowie für
das
Handel-, Kredit- und Versicherungsgewerbe. Es
handelt sich um eine Steigerungsrate von 2,3 %. Und damit
sind die Verdienste um 0,5 % Punkte stärker als die ihrer
männlichen Kollegen (+ 1,8 %) gestiegen.
www.frauenonlineniedersachsen.de, vom 18.04.06
-
... man in Schweden derzeit diskutiert, die
Fußballmeisterschaft in Deutschland anlässlich des
erwarteten Anstiegs der Zwangs-prostitution aus moralischen
Gründen zu boykottieren?
Im eigenen Land ist Prostitution verboten. Freier werden
bestraft.
Die Tagesschau, ARD,
www.tagesschau.de, vom 12.04.2006
- ...nur jede 4. Führungskraft eine Frau ist?
Der Frauenanteil in den obersten Führungsetagen ist in
Deutschland in den vergangenen vier Jahren um 2 Punkte auf
23% gestiegen. Das hat die zweite Bilanz zur
Gleichstellung von Mann und Frau in der Privatwirtschaft
ergeben. Gemäß Koalitionsvertrag soll auf der Basis dieser
Bilanz über "verbindliche
Instrumente" zur Gleichstellung
befunden werden.
Zweiwochendienst Nr. 228, Seite 20, vom 28.02.2006,
- ...Mini-Jobs Armutsfallen für
Frauen sind?
Es gibt zwar immer mehr Mini- Jobs, vor allem für Frauen.
Aber: sie führen nur selten in eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Dies ist
einer der Kritikpunkte aus dem wissenschaftlichen
Gutachten über die HARTZ-Gesetze I - III, das am 9.
Februar dem Bundestag zur Unterrichtung vorgelegt wurde.
...ein Viertel der deutschen Frauen, die
Schönheitsoperationen an sich vornehmen lassen,
zwischen 15 und 25 Jahre alt sind?
frauenpolitischer dienst vom
12.09.05, S. 5
- ... der Bund Deutscher Hebammen aktuell warnend
darauf aufmerksam macht, dass heute die
Kaiserschnittrate bei über 25 Prozent liegt?
Die Hebammen stellen
fest, dass es in deutschen Krankenhäusern mehr und
mehr zur Norm wird, dass Geburten künstlich
eingeleitet bzw. Kaiserschnitte vorgenommen werden,
obwohl es oft dafür keine medizinische Indikation
gibt. Sie befürchten, dass es Kostengründe sind, die
zu dieser mutierten Norm führen: So kommen Kinder
bequem nach Plan und passen in den Krankenhausalltag
problemlos hinein. Nur noch eine Minderheit von acht
Prozent aller Geburten erfolge natürlich und ohne
medizinische Indikation.
rundblick Nord-Report vom 09.03.06
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