Liebe Besucherinnen und
Besucher!
Auf dieser Internetseite der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Stade finden
Sie viele Themen und Termine, Veranstaltungshinweise und anderes - was
alles mit der Thematik der Gleichstellung der Geschlechter im Landkreis Stade
zu tun hat.
Außerdem die Rubrik "Wussten Sie schon, dass..."
, die Ihnen aktuelle Beobachtungen - kurz aufgespießt serviert.
Manchmal handelt es sich um Nachdenkliches, manchmal um Heiteres. Schauen sie
sich gerne auf unserer Seite um!
Wir bemühen uns darum, diese Seite für Sie aktuell und interessant
zu gestalten und hoffen, sie gefällt Ihnen!
Hier unsere aktuellen Themen
25.11.2011
Gedenktag „NEIN zu
Gewalt an Frauen!“
Am 25. November: Fahne auf den Rathäusern als
Signal
Auf den
Rathäusern im Landkreis Stade und vor dem Kreishaus in Stade war am
25. November wieder die Flaggen unter dem Motto „Frei leben –
ohne Gewalt“ gehisst.
Der
25. November ist der Internationale Tag zur Ächtung der Gewalt an Frauen.
Dieser Gedenktag geht zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die am
25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen
Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Sie waren im
Untergrund tätig und hatten sich in diesem Zusammenhang an Aktivitäten gegen
den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. (auf dem Foto von pixelio die
Briefmarke zur Thematik "Keine Gewalt gegen Frauen")
Auf einem Treffen der lateinamerikanischen und
karibischen Feministinnen 1981 in Bogota, Kolumbien, gedachten die
Teilnehmerinnen dieser Frauen und riefen den 25. November als internationalen
Gedenktag an die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.
Gewalt an Frauen und Mädchen und ihre
Diskriminierung ist ein stets aktuelles Thema.
-
Laut einer Studie der Dt. Gesellschaft für
Gynäkologie und Geburtshilfe wird mindestens jede fünfte Frau im Laufe ihres
Lebens Opfer sexueller Gewalt. Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher.
-
Jährlich fliehen 40.000 Frauen in Deutschland
vor ihren gewalttätigen Partnern ins Frauenhaus.
-
75 Prozent der Vergewaltigungen werden von
Tätern aus dem sozialen Umfeld begangen. Davon werden nur 10 bis 30 Prozent der
Polizei gemeldet. In vielen Ländern sind die Zustände noch bedenklicher.
-
In Bangladesh sterben jedes Jahr 20 000 Frauen
im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oder einer Geburt, da sie keinen
Zugang zu ausreichender Gesundheitsfürsorge haben.
-
Jährlich werden weltweit zwei Millionen Mädchen
zwischen 5 und 15 Jahren in den kommerziellen Sexmarkt eingeschleust.
Diese Zahlen zeigen deutlich, dass dieser
Zustand nicht hingenommen werden darf und dass noch viel Aufklärungsarbeit zu
leisten ist.
Terre
des Femmes hat 2002 erstmalig zu einer bundesweiten Fahnenaktion
aufgerufen. Daran haben sich zahlreiche Kommunen, Ministerien, Universitäten
und Einrichtungen beteiligt. Auch im Landkreis Stade wurde in den vergangenen
Jahren auf allen Rathäusern sowie vor dem Kreishaus in Stade diese Fahnen
gehisst - als Symbol dafür, dass Gewalt gegen Frauen nicht hingenommen werden
darf.
Es handelt sich dabei um eine Initiative aller kommunalen
Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade. Weitere Infos bei der
Gleichstellungsbeauftragten unter Tel. 04141 12 205 oder unter
www.frauenrechte.de
10.11.2011
Visitenkartenparty in Stade:
Ganz locker zu neuen Kontakten
November 2011: IHK und
Gleichstellungsbeauftragte erfreut über großer Erfolg
 
Anfang November hatten die Industrie- und Handelskammer für
den Elbe-Weser Raum und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade
gemeinsam zu einer Visitenkartenparty für Unternehmer und Unternehmerinnen,
aber auch für Existenzgründer und -gründerinnen eingeladen.
Rund 80 Gäste aus Handwerk, Handel, Industrie, Kunst oder
anderen Bereichen waren der Einladung in die Seminarturnhalle in Stade gefolgt
und haben sich munter an Stehtischen kennen gelernt, ausgetauscht und fleißig
Kontakte hergestellt. Dass es nicht nur ernst zuging, war an der guten Stimmung
und dem lockeren Miteinander zu spüren. Die Moderatorin Yvonne Laage hatte
keine Mühe damit, die Gäste miteinander ins Gespräch zu bringen. Man ging von
Bistrotisch zu Bistrotisch, um sich auf diese Weise gut zu vernetzen. Yvonne
Laage hatte sich zudem ein besonderes Bingo-Spiel ausgedacht, das diejenigen
belohnte, die viele Kontakte an diesem Abend hergestellt hatten: So gab es als
ersten Preis einen Beratungs-Gutschein von der Stader Firma City-Map, zweiter
Preis war eine Tour mit dem Vogelkieker durch die Außendeichsbereiche
Nordkehdingens und weitere kleine Preise wurden vergeben.
Noch mehr als eine Stunde nach dem offiziellen
Veranstaltungsschluss setzten sich die Gespräche unter den Anwesenden fort. Der
größte Teil der Einnahmen dieses Abends wurde dem Seminarturnhallen-Team
gespendet.
Die Visitenkartenparty hat das Ziel,
Unternehmern und Unternehmerinnen eine Plattform zu bieten, durch die sie mit
ihrer Visitenkarte, mit ihrem individuellen Unternehmensprofil und
Präsentationen Kontakte knüpfen können.
09.11.2011
„Hallo Du“ Ehrenamtliche erhalten Zertifikat
Engagierte Frauen werden Patinnen für Schüler und
Schülerinnen
Anfang November erhielten sieben engagierte Frauen nach einer 20-stündigen
Qualifizierung für das Schülerpatenprojekt „Hallo Du!“ von den Leiterinnen der
Familienservicebüros Astrid Bergmann und Elisabeth Salzburg-Reymann ihre
Zertifikate ausgehändigt.
Die ehrenamtlichen Patinnen zusammen mit der Trainerin Narin Ötzbek (2.hinten
v.re.)
Die
Teilnehmerinnen werden künftig als Patinnen zur Unterstützung der Schülerinnen
und Schüler der 3. und 4. Klassen eingesetzt, um sie in ihrem individuellen
Entwicklungs- und Lernprozess zu begleiten und zu fördern. Kursleiterin Narin
Özbek war beeindruckt von dem Einsatzwillen und dem Engagement der Frauen und
wünschte dem Projekt viel Erfolg.
Das Projekt
wird in den Gemeinden Wischhafen, Dornbusch und Steinkirchen durchgeführt. Die
Gleichstellungsbeauftragten der Samtgemeinden Nordkehdingen, Lühe und der
Gemeinde Drochtersen sowie die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade
finanzieren das Projekt, Außerdem gibt es eine Kofinanzierung durch das
Niedersächsische Sozialministerium. .Das Konzept hat die Ev.
Familienbildungsstätte Kehdingen/Stade e. V. (FABI) mit den
Familienservicebüros in ihrer Trägerschaft entwickelt. Für die ehrenamtlich
Tätigen wird es weiterhin eine fachliche Begleitung geben.
Es werden
noch weitere interessierte Ehrenamtliche, gerne auch Senioren oder Seniorinnen,
gesucht für das „Hallo Du!“- Projekt. Informationen sind bei den genannten
Gleichstellungsbeauftragten oder bei den Familienservicebüros unter Tel.
0151-51733043 (Lühe) oder Tel. 0151-51733045 (Drochtersen und Nordkehdingen) zu
erhalten. Sie können sich auch direkt bei der Gleichstellungsbeauftragten
des Landkreises melden.
23.06.2011
„Frauen auf dem Sprung!“ Chance durch demografischen Wandel?
Veranstaltung aller Gleichstellungsbeauftragten am 28. Juni
Die kommunalen
Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade laden gemeinsam zu einer
spannenden Veranstaltung mit dem Titel „Frauen auf dem Sprung!“ in Kooperation
mit der Seminarturnhalle Stade am 28. Juni 2011 ein. Karten sind noch zu haben!
Es handelt sich um die Auftaktveranstaltung einer
Aktionsreihe zum demografischen Wandel. In dieser ersten Veranstaltung wird
Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrum Berlins und
Professorin an der Humboldt-Universität, über ihre Studie „Frauen auf dem
Sprung!“ referieren. Allmendinger ist sich sicher: „Die jungen Frauen sind auf
dem Sprung. Die 20- bis 30-jährigen Frauen von heute sind unabhängig,
selbstbewusst und gut ausgebildet. Sie haben große Ziele, wollen Geld verdienen
und Karriere machen, auf Kinder, Partnerschaft und Familie jedoch nicht
verzichten. Sie werden einen erfolgreichen, selbst bestimmten Weg gehen und
unsere Gesellschaft nachhaltig verändern“.
In dieser Studie vergleicht sie die Wünsche und Lebensplanungen der jungen
Frauen aus Ost und West mit denen ihrer männlichen Altersgenossen über einen
längeren Zeitraum und ordnet die gewonnen Erkenntnisse in den Kontext der
gesamtgesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland ein.
Die Veranstaltung wird der Frage nachgehen, inwiefern der demografische Wandel
als eine Chance für mehr Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft gesehen
werden kann. Prof. Jutta Allmendinger wird aufzeigen, wie Frauen vom
demografischen Wandel profitieren und wie sie diese Entwicklung für ihre
persönliche berufliche Karriere nutzen können.
Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 28. Juni 2011 um
19.30 Uhr in der Seminarturnhalle in Stade, Seminarstr. 7. Der Eintritt kostet
fünf Euro.
Die Veranstaltung wird durch das Niedersächsische Ministerium
für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration gefördert. Die Karten
sind im Vorverkauf erhältlich bei den Veranstaltungen in der
Seminarturnhalle, bei der Buchhandlung Waller in Stade und in Buxtehude bei der
Gleichstellungsbeauftragten im Stadthaus Buxtehude, Bahnhofstraße Nr. 7.
21.04.2011
Kostenloser
PC-Kurs für junge Migrantinnen
Am 7./8. Mai Angebot der
Gleichstellungsbeauftragten und AWO
Einen kostenlosen PC-Kurs für
Mädchen mit Migrantionshintergrund bieten die Gleichstellungsbeauftragte des
Landkreises, Anne Behrends, und die AWO Migrations- und Integrationsberatung
Stade, Gaby Siedentopf, an. Gefördert wird der Kurs vom Niedersächsischen
Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in
Kooperation mit kargah e.V. aus Hannover. Die Mitarbeiterinnen von kargah e.V.,
führen die Kurse in verschiedenen Städten und Gemeinden durchführen. Zwölf
Mädchen erhalten die Möglichkeit, an dem Kurs in Stade teilzunehmen.
In dem zweitägigen Kurs wird
es - je nach Bedarf der Mädchen –, um die Grundlagen des Windows oder
Linux-Betriebssystems, die Textverarbeitung – die Inhalte hängen stark vom
Kenntnisstand der Teilnehmerinnen ab. Die Mädchen können ihre Kenntnisse gut
für ihre Bewerbungsschreiben zum eintritt ins Berufsleben nutzen.
Es handelt sich um einen
Wochenendkurs, der an den Tagen, Samstag, 7. und Sonntag, 8. Mai in Stade
stattfinden wird. Am Sonnabend läuft der Kurs von 11 bis 16 Uhr und am Sonntag
wird er 10 bis 16 Uhr fortgesetzt. Anmeldungen nehmen die
Gleichstellungsbeauftragte unter Tel. 04141 12-205 oder die
AWO-Migrationsberatungsstelle Stade unter Tel. 04141 534411 entgegen. Die
Anmeldung kann auch per Email geschehen: Entweder unter
gleichstellungsbeauftragte@landkreis-stade.de oder
g.siedentopf@awostade.de . Die Anmeldung ist verbindlich.
Kargah e.V. ist ein Verein für
interkulturelle
Kommunikation, Flüchtlings- und Migrationsarbeit mit Sitz in
Hannover. Er bietet Migrantinnen unter anderem Hilfe und Unterstützung bei
Alltagsproblemen an und bietet bei Notfällen, bei Zwangsverheiratung, Hilfe am
Krisentelefon an.
16.03.2011
Voller Erfolg: Das 4. FrauenFilmFestival
Mehr als 740 Gäste konnten begrüßt werden!
Das diesjährige FrauenFilmFestival am 8. März 2011 aller
Gleichstellungsbeauf-tragten im Landkreis Stade in Kooperation mit dem
CineStar Stade und dem Stader Tageblatt war ein riesiger Erfolg!
In den nächsten Tagen finden Sie hier auf dieser Internetseite Fotos von den
Besucherinnen und dem Geschehen im Hause CineStar. Haben Sie bitte etwas
Geduld!
10.01.2011
Engagierte Frauen streben in die Politik
Große Nachfrage - deshalb 2. Durchgang
für weitere Interessierte
Die große Nachfrage nach dem Programm „Mehr Frauen in die
Kommunalpolitik“, mit dem die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im
Landkreis Stade in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Stade Frauen für
die Politik fit machen wollen, hat die Akteurinnen nun veranlasst, eine zweite
Auflage zu starten. 18 Frauen sind bereits im ersten Durchgang in den
verschiedenen Modulen der Reihe dabei. Weitere 14 Frauen stehen auf der
Warteliste für den zweiten Durchgang. Für die wenigen freien Plätze werden nun
noch Interessierte gesucht. Hier mehr über das ganze Vorhaben und auch die Termine.
Foto: Die Armbänder stehen als Symbol für die Aktion der
Gleichstellungsbeauftragten
08.12.2010
Am 25.
November Fahnenaktion auf den Rathäusern
6000 Fahnen wurden in Deutschland gehisst -
großer Erfolg
Am
25. November 2010 wehten, wie in den vergangenen Jahren,
auf allen Rathäusern im Landkreis Stade Fahnen wehen als Zeichen gegen
die Gewalt an Frauen.
Es waren die Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinden, Städte und des
Landkreises, die sich vor 10 Jahren dieser symbolischen Aktion von
Terre des Femmes zum ersten Mal angeschlossen haben. Seitdem ist diese
Aktion ein festes jährliches Ritual, mit dem die Verantwortlichen
aufrufen, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu ächten. Sie treten
dafür ein, das Selbstbestimmungsrecht und das Recht auf Unversehrtheit
der Frau zu respektieren.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Fahnenaktion auf viele
Kommunen in ganz Deutschland und sogar im Ausland ausgebreitet. Das
Motto der Fahne "frei leben - ohne gewalt" ist so zu einem wichtigen
Medium der Öffentlichkeitsarbeit für Frauenrechte geworden.
TERRE DES FEMMES vermeldet, dass in diesem Jahr 6000 Fahnen in
Deutschland auf Rathäusern gehisst wurden. ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für
Frauen und Mädchen, die durch internationale Vernetzung,
Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Einzelfallhilfe und Förderung von
einzelnen Projekten Frauen und Mädchen unterstützt.
TERRE DES FEMMES
setzt sich dafür ein, dass Frauen und Mädchen ein gleichberechtigtes
und selbst bestimmtes Leben führen können. Schwerpunktthemen
sind der Kampf gegen Genitalverstümmelung, Gewalt im Namen der Ehre (Zwangsheirat, Ehrenmord), Frauenhandel und Zwangsprostitution, Häusliche
Gewalt und für die sozialen Rechte von Textilarbeiterinnen.
Weitere Informationen können unter www.terre_des_femmes.de nachgelesen
werden.
01.11.2010
Schülerinnen mit
Migrationshintergrund starteten Projekt!
Integrationsprojekt hilft im Übergang von Schule und Beruf
Dreizehn Mädchen im Alter von 14
bis 17 Jahren mit Migrationshintergrund, die einen Ausbildungsplatz
für das kommende Jahr suchen, sind die Teilnehmerinnen eines interessanten Projektes,
das ihnen den Übergang von Schule und Beruf leichter macht.
Die Gleichstellungsbeauftragte Anne Behrends und die Migrations- und
Integrationsbeauftragte der AWO in Stade, Gaby Siedentopf, führen in
Kooperation mit der Arbeitsagentur Stade seit dem 22. September dieses
Projekt durch, mit dem es den Mädchen bzw. jungen Frauen unter anderem
gelingen soll, eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden.
Nach dem Spracheignungstest und dem
Berufswahltest durch die Agentur für Arbeit fand am Montag, 18.
Oktober, in Buxtehude das erste gemütliche Kennenlern-Treffen in
Buxtehude statt. Die Mädchen trafen dort auch erstmalig ihre
Mentorinnen, also Frauen, die sie in den nächsten Wochen und Monaten
"begleiten". Die Mentorinnen engagieren sich ehrenamtlich, die jungen
Mädchen zu unterstützen, ihnen
ihre Fragen zu beantworten, ihnen ggf. Ratschläge zu geben und bei der
Ausbildungsplatzsuche behilflich zu sein.
Auf dem Foto einige der Teilnehmerinnen und ihrer Mentorinnen im Oktober
2010 -
gemeinsam mit Gaby Siedentopf von der Migrations- und
Integrationsberatungsstelle in Stade

Hier finden Sie weitere Informationen.
26.07.2010
Hamburgs Angebot zum Schutz vor
Zwangsverheiratungen
Neue Zufluchtsstätte für weibliche
Migranten
Seit Ende 2009 gibt es in Hamburg eine Zufluchtsstätte für
Migrantinnen im Alter von 14 -21 Jahren, die sich vor Zwangsverheiratungen, vor
arrangierten Ehen, vor Genitalverstümmelung, vor Zwangs-prostitution oder jede
andere Form von Gewalt schützen wollen.
Kontakttelefon: 040-38 64 78 78
Fax
: 040-38 64 78 80
E-Mail: zuflucht@basisundwoge.de
Dort wird eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch sozialpädagogisches Fachpersonal
vorgehalten.
Wenn Sie noch mehr
erfahren wollen über das Thema Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen
der Ehre, dann informieren Sie sich unter www.frauenrechte.de bei Terre des Femmes. TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige
Menschenrechtsorganisation für Frauen und Mädchen, die durch
internationale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen,
Einzelfallhilfe und Förderung von einzelnen Projekten Frauen und
Mädchen unterstützt.
12.05.2010
Wuppertal: Bundeskonferenz zur
Gleichstellung
Geschlechterkultur im Wandel als
Schwerpunktthema
Vom 2. bis 4. Mai 2010 trafen sich Deutschlands kommunale
Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte zur 20. Bundeskonferenz mit dem
Titel "Rosarot – Himmelblau? Geschlechterkultur im Wandel!" in
Wuppertal. Themen wie, "Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern",
"Eine Frauenquote für börsennotierte Unternehmen", "Die klassische
Familie als Auslaufmodell" oder "Schlaue Mädchen – dumme Jungs?" und
viele Weitere waren Themen, die lebhaft diskutiert wurden.
Unter den neu gewählten Bundessprecherinnen ist auch die
niedersächsische Gleichstellungs-beauftragte Margareta Seibert (Stadt Hessisch Oldendorf).
Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft,
mindestens 40 Prozent
Frauen in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen und einen
gesetzlichen Mindestlohn für alle Branchen. Das fordert die
20.Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und
Gleichstellungsbeauftragten im Mai 2010 in Wuppertal.
frauen verdienen in Deutschland durchweg weniger als Männer. Das geht
aus neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr
2009 hervor. Im Schnitt verdienen danach Frauen 15,08 Euro in der
Stunde, Männer 19,50 Euro. Der Gehaltsunterschied zieht sich quer
durch alle Branchen.
Petra Ganser (ver.di) Referentin des Bundeskongresses stellte fest: 70
Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind weiblich. Sie geht
davon aus, dass eine Lohnuntergrenze das ganze Lohngefüge stabilisiert
und damit auch die Lohnspreizung zwischen Männern und Frauen abnehme.
Immer noch sind Frauen in Führungspositionen in Deutschland eher
selten.
Im internationalen Vergleich gehört die Bundesrepublik inzwischen
sogar zu den Schlusslichtern: Während in Norwegen der Anteil von
Frauen in Aufsichtsräten bei 42 Prozent liegt, sind Frauen in
Deutschland mit 13 Prozent in den Führungsetagen völlig unterbesetzt.
Deutschland liegt damit noch hinter Litauen (15 %) und Bulgarien (17
%). Diese Situation sei skandalös sagte Ramona Pisal (Deutscher
Juristinnenbund) auf der Bundeskonferenz. „Die freiwillige
Selbstverpflichtungen der Unternehmen gehen ins Leere“. Deutschland
soll es Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Schweden nachmachen,
die den Unternehmen gesetzlich vorschreiben wollen, wie viele Sitze in
Aufsichtsräten und Vorständen von Frauen besetzt werden sollen. Nur
dann hätten diese in Deutschland und den meisten Nachbarländern in
Zukunft eine Chance auf Spitzenpositionen.
Ultima ratio: Privatwirtschaft könnte verpflichtet werden
„Wenn sich in Zukunft nicht genügend Unternehmen selbst
verpflichten, mehr Führungspositionen mit Frauen zu besetzen, dann
werden wir im äußersten Fall eine Mindestanteilsregelung im Stufenplan
festlegen.“ Das sagte Eva-Maria Welskop-Deffaa Abteilungsleiterin für
Gleichstellung im Bundesministerium für Frauen und Familien und
verweist auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Dort haben
sich CDU und FDP auf einen Stufenplan für mehr Frauen in
Führungspositionen verpflichtet.
Auf dem
Foto: Die Teilnehmerinnen der Bundeskonferenz im Mai 2010. Aus dem
Landkreis
Stade haben die Ursula Reinke (Stadt Buxtehude) und Anne Behrends
teilgenommen.

27.04.2010
Kreisweites Frauennetzwerk: Alles über
Allein Erziehende
Allein Erziehende brauchen dringende
Unterstützung!
Das Frauennetzwerk im
Landkreis Stade beschäftigte sich auf seiner letzten Sitzung in
Buxtehude mit der Situation von Allein Erziehenden. Nach ausführlicher
Erörterung der Problemlage und der Statistik, die von der
Landesgeschäftsführerin des Verbandes Allein Erziehender Mütter und
Väter in Niedersachsen (VAMV), Monika Placke, vorgetragen wurde,
verabschiedete das Frauennetzwerk mehrere Empfehlungen, die die
Gleichstellungsbeauftragten den Landtags- und Bundestagsabgeordneten
mit der Bitte um Unterstützung vortragen werden.
Die wichtigsten
Empfehlungen des Frauennetzwerkes waren: In Anlehnung an die Forderung
des bundesweiten Verbandes Allein Erziehender Mütter und Väter
wünscht sich das Frauennetzwerk künftig eine Kindergrundsicherung von
500 € für jedes Kind. Diese Leistung solle als Einkommen des Kindes
gewertet werden und dürfe weder im SGB II noch im SGB XII auf das
Einkommen der Eltern angerechnet werden. In dieser
Kindergrundsicherung sollen alle kindbezogenen Einkünfte, wie zum
Beispiel das Sozialgeld, Kindergeld, Unterhaltsvorschussleistungen,
Kinderzuschlag, Bafög etc., zusammengefasst werden. Finanziert werden
soll diese Kindergrundsicherung insbesondere durch die Abschaffung des
Ehegattensplittings.
Weiteren Empfehlungen des Frauennetzwerkes: Allein Erziehende sollten
tatsächlich als eigenständige Lebensform angesehen werden. Die
rechtlichen Rahmenbedingungen sind daraufhin zu überprüfen, ob sie
nicht diese Lebensform systematisch benachteiligen. Außerdem sprach
das
landkreisweite Netzwerk dafür aus, dass ein Betreuungsgeld
grundsätzlich kontraproduktiv ist und fordert dessen Streichung. Das
Betreuungsgeld setze insbesondere für Frauen falsche Signale. Es
bewirke, dass Frauen nach der Geburt eines Kindes länger aus der
Erwerbstätigkeit aussteigen. So verfestigten sich – da waren sich die
Teilnehmerinnen des Frauennetzwerkes einig - traditionelle
Geschlechterrollen. Diese Handlungsbedarfe hatte der Frauen- und
Gleichstellungsausschuss des Deutschen Städtetages, dem Karina Holst,
Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Stade angehört, diskutiert
und um regionale Beratung gebeten.
Placke gab mit ihrem Referat einen zahlenmäßigen Überblick. Im Land
Niedersachsen gibt es 159.700 Alleinerziehende, die Kinder unter 18
Jahren haben, 71.500 Alleinerziehende mit Kindern zwischen 18 und 27
Jahren und 37.600 Alleinerziehende mit Kindern über 27 Jahren.
Beachtlich sei die hohe Zahl der Alleinerziehenden, die noch über 18
jährige Kinder versorgen. Es sind überwiegend Frauen, die zur Gruppe
der Alleinerziehenden zählen (90,42 %). 9,5 Prozent der allein
erziehenden sind ledige Mütter, 15.5 Prozent sind getrennt lebende und
41 Prozent sind verwitwete Mütter. In Niedersachsen gibt es 204.500
Kinder bis zum Alter von 18 Jahren, die von Allein Erziehenden groß
gezogen werden.
Die finanzielle
Situation von Allein Erziehenden sei oft schwierig, so Placke. Sie
führte aus, dass 45 Prozent der in Elternzeit lebenden Allein
Erziehenden zusätzliche Leistungen aus dem SGB II bezögen. Deutlich
wurde, dass es eine relative Armut bei 40 % der Alleinerziehenden
gebe. Placke stellte die wesentlichen gesetzlichen Neuerungen vor,
die Allein Erziehende träfen und sie tendenziell schlechter stellten:
Der Betreuungsunterhalt wurde neu geregelt. Das neue Gesetz führt er
zu der Konsequenz, dass gerade Allein Erziehende überlastet werden, da
ihnen zugemutet wird, dass sie voll arbeiten und gleichzeitig auch die
Erziehungsaufgaben ihrer Kinder übernehmen.
Placke führte weiter
aus, dass die Betreuungssituation für Kinder immer noch schwierig sei,
so dass die Frauen vor allem im ländlichen Raum kaum erwerbstätig sein
können. Trotz aller Bekundungen, die Kinderbetreuungszeiten zu
optimieren und passgenau zu machen, kämen die Verbesserungen nur
schrittweise voran, vor allem für die unter dreijährigen Kinder.
Außerdem, so Placke, profitieren Allein Erziehende zu wenig von der
Kindergelderhöhung, denn sie teilen sich die Erhöhung des
Kindergeldes mit den Unterhaltzahlenden.
Insbesondere für Allein
Erziehende mit instabilen Arbeitsverhältnissen gebe es viele
bürokratische Hürden, die ihnen das Leben schwer machen. Sind sie
Hartz IV-Leistungsempfängerinnen, müssen sie monatlich
Einkommensnachweise bei der ARGE erbringen. Denn je nach Einkommen
errechnen sich die Leistungen aus dem SGB II mit Wohngeld etc. Die
Unsicherheiten am Ende jedes Monats führen zu Stress und Ängsten, wie
die Allein Erziehenden am Monatsende sich und ihre Kinder versorgen
können. Nachteilig sei, so Placke, auch die Steuergesetzgebung, die
dem unterhaltspflichtigen Elternteil einen relativ hohen Selbstbehalt
einräumt, von dem allein erziehenden Elternteil aber verlangt, dass er
sein gesamtes Einkommen für den Unterhalt des Kindes einsetzen
muss. Weitere Problemfälle für Allein Erziehende sind die mangelhafte
Grundsicherung, der schwierige Arbeitsmarkt und hier insbesondere auch
der Niedriglohn gerade für Unqualifizierte. Auch Alleinerziehende mit
Minijobs könnten von ihrem Einkommen nicht leben.
Das Frauennetzwerk im
Landkreis Stade wird das Thema Alleinerziehende weiterhin auf der
Tagesordnung haben und sich für diese Gruppe von zumeist Frauen stark
machen.
11.03.2010
Spiele mit der Macht - wie Frauen sich durchsetzen
Vortrag Marion Knaths und Workshops waren ein großer Erfolg!
„Eine
wirklich gute Verhandlung hat immer etwas von einem Flirt.“ „Ich habe
es zwei Mal gesagt. Meinst du, einer hätte zugehört? Und zwei Minuten
später sagt Kollege Schultze das Gleiche, und alle sagen "Klasse,
Schultze!“ – Welche Frau kennt nicht diese oder ähnliche Situationen?
Genau diese Erfahrungen und vieles Andere wurde am 8. März, am
Internationaen Frauentag in Stade im Historischen Rathaus
thematisiert. Die Vortragsveranstaltung mit anschließendem Networking
war restlos ausverkauft. 270 Gäste, vornehmlich Frauen,waren dabei
anwesend.
Am darauf folgenden Tag konnten die Veranstalterinnen, die
Gleichstellungsbeauftragten Karina Holst für die Stadt Stade, sowie
Anne Behrends für den Landkreis Stade, 180 Frauen und Männer begrüßen,
die die verschiedenen Workshops besuchten und sich Input für ihre
berufliche oder ganz persönliche Entwicklung holten oder ihren
dienstlichen Bereich.
Sie finden hier in Kürze Fotos und Ergebnisse der
spannenden Veranstaltung.
13.01.2010
Häusliche Gewalt bei
Migrantinnen
Netzwerk für besseres Hilfsangebot
Wokshop Interkulturelles Training
In einer der letzten Sitzungen des Netzwerkes Häuslicher Gewalt ging es um die Thematik der von häuslicher
Gewalt betroffenen Migrantinnen.
Das Netzwerk hatte dazu Andrea Buskotte, die Leiterin des
Landespräventionsrates aus Hannover eingeladen, um die Erkenntnisse
aus der aktuelle Studie des Bundesministeriums für Frauen, Familie,
Senioren und Jugendliche kennen zu lernen. In dieser Studie ist man
der Frage nachgegangen, wie Frauen mit Migrationshintergrund in
Deutschland häusliche Gewalt erleben, welche Hilfsstrukturen sie
vorfinden, und inwiefern sich ihre Situation von der der deutschen
Frauen unterscheidet.
Dabei kam zusammenfassend heraus, dass Migrantinnen genauso betroffen
sind von der Gewalt durch ihre Partner wie ihre deutschen
Geschlechtsgenossinnen. Die Gewalt der Männer unterscheidet sich in
gar nichts von der der deutschen Täter. Unterschiede gibt es in dem
Aufkommen von häuslicher Gewalt: Auffallend ist, so Andrea Buskotte,
dass insbesondere türkische Frauen und solche aus der ehemaligen
Sowjetunion häufiger Gewalt erlebten.
Auffallend war weiterhin, dass 62 Prozent der befragten Migrantinnen
die örtlichen Hilfsstrukturen kannten, jedoch nur 11 Prozent sich
Hilfe holten. Es gebe keine typischen Muster von Gewaltabläufen, auch
die sind so unterschiedlich, wie wir sie in deutschen Familien
antreffen.
Die Konsequenzen, die sich für betroffene Migrantinnen aus häuslicher
Gewalt erleben, können jedoch gravierend sein. Neben der Angst vor
weiterer Gewalt, der Angst um den Schutz ihres Lebens und den ihrer
Kinder, sowie der Angst zu verarmen, denn oft stehen die Migrantinnen
in materieller Abhängigkeit von ihren Peinigern, müssen Migrantinnen
befürchten, ihren Aufenthaltsstatus in Deutschland zu verlieren. Das
kann in den Fällen eintreten, wenn die Frau keinen eigenen
Aufenthaltsstatus hat. In dem Fall kann es den Betroffenen passieren,
dass sie und ihre Kinder ausgewiesen werden aus der neuen deutschen
Heimat. Anders als ihre deutschen Mitbürgerinnen haben Migrantinnen
Angst vor rassistischen Diskriminierungen, denen sie ohne männlichen
Partner vermehrt ausgesetzt sind. Dies kann insbesondere in den Fällen
verstärkt auftreten, in denen die Frauen die deutsche Sprache nicht
gut beherrschen.
Die Netzwerkmitglieder berichteten aus ihrer professionellen Erfahrung
von der Tragik des männlichen Ehrbegriffs, der in vielen migrantischen
Familien vorherrsche. Frauen, die sich in die Beratung begeben und
sich nach langem Martyrium entschieden, nicht zum Partner
zurückzukehren, sondern sich zu trennen, müssten oft hinnehmen, nicht
nur aus ihren Familien, sondern auch aus ihren Familienclans als
„Verräterinnen“ ausgestoßen zu werden. Diese Entscheidung kann dann
tragisch sein: Sie verlieren nicht nur ihre Eltern und Geschwister,
sondern laufen auch Gefahr, sich zeitlebens verstecken zu müssen, um
einem tödlichen Racheakt der Familie zu entgehen.
Die Netzwerk sprach sich für eine Verbesserung der Situation dieser
betroffenen Gruppe von Frauen aus. Es wünscht sich intensivere Sprach-
und Integrationskurse, damit eine bessere Verständigung zwischen den
Migrantinnen und den Hilfseinrichtungen möglich ist. Es wurde
überlegt, inwiefern die interkulturellen Hürden künftig in den
Einrichtungen im Kreisgebiet abgebaut werden können. So wurde
entschieden, dass ein Workshop im Netzwerk angeboten werden sollte, der
interkulturelle Kompetenz vermittelt.
Ein solcher Workshop hat in der Zwischenzeit stattgefunden. Am 12.
Januar kamen zirka 20 Interessierte zusammen, um sich von der
Referentin Gabriele Wiemeyer für die interkulturelle Begegnung und
Kommunikation sensibilisieren zu lassen.
Das nächste Netzwerktreffen
wird am 25. Februar im Kreishaus in Stade, Am Sande, stattfinden. Weitere Auskünfte über das Netzwerk
und seine Arbeit finden Sie unter
www.netzwerk-haeusliche-gewalt.de.
T
Was tun bei der Gefahr von
Zwangsverheiratung?
Krisentelefon mit vertraulicher Beratung und Auskunft
Kein Mädchen, keine Frau darf zur Ehe gezwungen
werden, denn die Zwangsheirat und die Zwangsehe sind
Menschenrechtsverletzungen. Sie verstoßen gegen Artikel 1 und Artikel
6 des Grundgesetzes und sind nach dem Strafgesetzbuch strafbare
Handlungen. Was aber können Frauen und Mädchen tun, wenn sie davon
bedroht sind? Was können Lehrer und Lehrerinnen tun, wenn sie
Auffälliges beobachten oder gar von betroffenen Schülerinnen um Hilfe
gebeten werden?
Rat und Information gibt es unter der vertraulichen Telefonnummer 08
00-0 66 78 88 (kostenlos) bzw. unter zwangsheirat@kargah.de (Die Beratung kann bei Bedarf auch in arabischer Sprache stattfinden.)
Im Herbst 2008 wird es im Landkreis Stade einen Fachtag für
Professionelle zum Thema
Zwangsverheiratungen geben. Veranstalterinnen sind die
Flüchtlingsberatung des AWO-Kreisverbandes Stade und die
Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises.
Achtung: Sie suchen aktuell eine
Tagesmutter?
Vermittlung und Qualifikation zur Tagespflege - Auskunft beim
Landkreis
Das Jugendamt des Landkreises
vermittelt Ihnen Tagesmütter bzw. Tagesväter. Frau Papert ist für
Sie unter der Tel. 0 41 41-1 23 61 als Ansprechpartnerin erreichbar.
Wenn Sie sich für die Tagespflege qualifizieren lassen möchten, nehmen Sie
ebenfalls Kontakt auf zu Frau Papert, sie kann Ihnen darüber Auskunft geben.
Fortsetzung der Themen und Schwerpunkte
Fortsetzung des Artikels über das geplante FrauenFilmFestival 2011
Dieses Filmspektakel -
eine Veranstaltung aller Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis
Stade in Kooperation mit dem CineStar Stade und dem Tageblatt -
hat sich bewährt und zieht Hunderte von Frauen aus der gesamten Region
magnetisch an. Das FrauenFilmFestival Stade ist großes Kino, bietet
Nachdenkliches, Amüsantes, Informatives, Kulinarisches und
Politisches. Es ist ein Ort der Begegnung und des Austausches. Sie
dürfen gespannt sein auf unsere aktuelle Filmauswahl und alle
Unser diesjähriger
Themenschwerpunkt lautet „Frauen in die Politik!“. Dies
ist das Motto unseres aktuellen Projektes, mit dem wir
interessierte Frauen auf die Kommunalwahl 2011 vorbereiten, denn
Frauen sind in den Räten stark unterrepräsentiert. Im Landkreis Stade
gibt es Räte, in denen nur eine oder gar keine Frau mitwirkt. Dies
entspricht nicht dem demokratischen Grundgedanken. Fakt ist außerdem,
dass es viele hoch motivierte Frauen gibt, die dennoch den Weg in die
Parlamente nicht gefunden haben, weil sie von den Parteien auf ihren
Kandidatenlisten auf einen chancenlosen Platz gesetzt wurden. Aber:
Parteien suchen jüngeren und noch dazu weiblichen politischen
Nachwuchs!
Deshalb laden wir auch
in diesem Jahr die Parteien ein, sich und ihre Themen rund um die
Gleichstellung auf dem FrauenFilmFestival an Informationsständen zu
präsentieren. Informatives und Schönes finden Sie auf dem Büchertisch
der Buchhandlung Waller und dem Weltladen Stade. Im Laufe des Tages
werden Sie immer wieder auf drei unterhaltsame Frauen Anja Rudnick,
Dorit David und Patricia Harlos vom Improvisationstheater
„Spielweiber- Immer das Theater mit der Politik“ treffen….
Außerdem bieten wir
Ihnen, wie in den vergangenen Jahren, kulinarische Leckerbissen von
Frauen aus verschiedenen Kulturen, es wird süße Gaumenfreuden von den
Schülern und Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen III in Stade
geben und dazu serviert Ihnen der Eine Welt Laden Kaffee aus fairem
Handel – alles zu zivilen Preisen.
Auch für die kleinen
Gäste ist gesorgt: Die Tagesmütter der Ev. Familienbildungsstätte
Kehdingen/ Stade betreuen Ihre Kinder ab sechs Jahren und begleiten
sie auf Wunsch in den Kinderfilm.
Info-Tel. 04141
401-103 (Karina Holst, Hansestadt Stade)
oder 04141 12-205 (Anne Behrends, Landkreis Stade)
Fortsetzung zur Aktion "Mehr Frauen in die Kommunalpolitik 2011"
Zu dem Programm gehört ein Rhetorikseminar, das am Fr., 28.Jan.2011, 17.00 -
21.00 Uhr und
am Sa., 29 Jan. 2011, 09.00 - 17.00 Uhr, stattfindet. Und es gehört ein
Selbstbehauptungskurs am So., 20. Feb. 2011, 10.00 bis 17. 00 Uhr, dazu.
Rechtzeitig zum 8. März 2011, zum Internationalen Frauentag, findet das
Programm der Gleichstellungsbeauftragten seinen krönenden Abschluss in einem
FrauenFilmFestival im Cinestar.
Lange vor der Kommunalwahl im September 2011 wird das Programm abgeschlossen
sein und es bleibt den Frauen bis dahin genügend Zeit, um zu der für sie
passenden Partei Kontakt aufzunehmen und sich für gute Plätze auf den Listen
nominieren zu lassen.
Anlass für das Projekt „Politik sucht Frauen“ ist die Tatsache, dass noch heute
Kommunalparlamente vornehmlich männlich geprägt sind, denn Frauen sind in den
Räten und Kreistagen stark unterrepräsentiert. Im Landkreis Stade gibt es Räte,
in denen nur eine Frau mitwirkt. Die Gleichstellungsbeauftragten sind der
Ansicht, dass eine Politik, die nicht von beiden Geschlechtern zu gleichen
Teilen gemacht ist, nicht dem demokratischen Grundgedanken entspricht.
Fakt ist außerdem, dass es viele hoch motivierte Frauen gibt, die dennoch den
Weg in die Parlamente nicht gefunden haben. Nicht selten ist der Grund dafür,
dass die Parteien diese Frauen auf ihren Kandidatenlisten auf einen
chancenlosen Platz setzen. Und gleichzeitig klagen Parteien seit längerem
darüber, dass es kaum jüngeren und noch dazu weiblichen politischen Nachwuchs
gibt. Mit dem Programm der Gleichstellungsbeauftragten möchten die
Initiatorinnen interessierte und engagierte Frauen ansprechen und ihnen den
Weg in die Politik erleichtern.
Ansprechpartnerinnen für die interessierten Frauen für das Vorhaben sind alle
kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in den Samtgemeinden, Gemeinden,
Städten und beim Landkreis sowie die VHS Stade. Die Teilnahmegebühr ist
niedrig, für die gesamte Reihe beträgt sie 40,-€, für den Besuch nur eines
Moduls fallen Kosten in Höhe von 25,- € an.
Nach dem sehr erfolgreichen Start des landkreisweiten
Projektes der kommunalen Gleichstellungs- beauftragten, mehr Frauen
für die Politik zu gewinnen, gibt es nun noch eine zweite Auflage des
Programms.
Den Anfang machten die Gleichstellungsbeauftragten Anfang August 2010
mit 30
interessierten Frauen, die auf Einladung in die VHS Stade gekommen
waren, um sich über das Thema „Wie
funktioniert Politik?“ zu informieren und sich für die politische
Arbeit begeistern zu lassen. Die Gleichstellungsbeauftragten hatten
anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl 2011 eine Fortbildungsreihe
mit drei Modulen ins Leben gerufen.
An diesem Abend war es das erste
Modul, zu dem die Gleichstellungsbeauftragten nicht nur interessierte
Frauen eingeladen hatten, sondern auch erfahrene und gestandene
Politikerinnen, die sich bereit erklärt hatten, den Gästen in kleinen
Interviews Frage und Antwort zu stehen. Das waren so engagierte
Politikerinnen, wie Elisabeth Müller-Agerley aus Drochtersen, Christel
Lemm aus Buxtehude, Martina Pfaffenberger aus Nordkehdingen, Helma
Deden aus Harsefeld, Silke Hemke und Ingelore Heueck aus der
Hansestadt Stade.
Wenn Sie sich für das Programm
interessieren oder sich anmelden möchten, können Sie dies direkt bei der VHS
Stade tun: Tel. 04141 40 99-0. Auskünfte geben natürlich auch alle
Gleichstellungs-beauftragten im Landkreis Stade.
Frauen für die Politik
gesucht!
Die Expertinnen hatten Spannendes zu berichten. Interessant
war, dass sie aus ganz unterschiedlichen Motiven in die
Kommunalpolitik gekommen waren. Die einen waren schon immer an der
Politik interessiert, die anderen frauenpolitisch engagiert und
wiederum andere waren über die Elternvertretung an Schulen und
Kindertagesstätten in die Politik gekommen.
Auf die Frage, wie denn
die Kooperation mit den meist männlichen Ratsmitgliedern ablaufe,
antworteten fast alle, dass sie gut aufgenommen wurden und sehr
willkommen geheißen seien. Die Frauen berichteten übereinstimmend, die
Mehrheit der Ratsherren begrüße die Zusammenarbeit mit weiblichen
Ratsmitgliedern, da sie einen anderen Ton in die Politik brächten und
durch die oft andere Perspektive von Frauen die Diskussionen
bereicherten. Einige der anwesenden Expertinnen hatten früh Karriere
in der Politik gemacht. Sie bekamen rasch den Fraktionsvorsitz, weil
sie durch ihre gute Arbeit überzeugten, wie zum Beispiel Elisabeth
Müller-Agerley (damals in der Wählergemeinschaft Drochtersen, WGD)
oder auch Helma Deden.
Allen Frauen war die
Lust und die Freude an der politischen Arbeit anzusehen. Sie brachten
die Gäste auf den Geschmack, schwärmten geradezu von der
Vielfältigkeit der politischen Arbeit und der Gestaltungsmöglichkeit
durch Politik, was die Arbeit interessant und spannend mache. Viele
dieser erfolgreichen politischen Frauen hätten es geschafft, Familie,
Beruf und Politik zu vereinbaren. Viele seien allerdings auch erst
nach der Kinderphase in die Politik eingetreten. Ein Wehrmutstropfen
sei jedoch die große zeitliche Beanspruchung durch die Gremienarbeit,
die oft Probleme bereite.
Bei allem Lob, ob der
guten Zusammenarbeit mit den Männern, sahen alle Politikerinnen die
Notwendigkeit der interfraktionellen Zusammenarbeit von Frauen. Im
Landkreis und in der Hansestadt Stade gäbe es noch heute keine
Gleichstellungsbeauftragten, wenn sich dort nicht die Frauen
überparteilich zusammengeschlossen hätten, um dieses Ziel zu
erreichen, berichteten Vertreterinnen aus der Kreispolitik und der der
Hansestadt Stade.
Die Expertinnen hatten
viele Tipps auf Lager für die neuen Frauen. Die wichtigsten waren: Die
Frauen sollten sich jetzt engagieren, wenn sie sich wählen lassen
wollen. Jetzt direkt sollte Kontakt zu den Parteien aufgenommen
werden, wenn die Frauen gute Platzierungen auf den Listen der Parteien
einnehmen wollten. Ein weiterer Tipp war, dass die Frauen nicht lange
zweifeln sollten, schon gar nicht an ihrem Können bzw. an ihrer
Durchsetzungsfähigkeit. „Männer haben diese Zweifel ja auch nicht“, so
wusste Christel Lemm zu berichten, Frauen seien zu oft
Perfektionistinnen. „Da muss man gegebenenfalls die Sauberkeit im
Haushalt mal hinten anstellen“. Ein weiterer Tipp von den Expertinnen:
Frauen müssten lernen, Niederlagen oder Anfeindungen nicht persönlich
zu nehmen und sie sollten sich eine dicke Haut anschaffen. Zu viel
Sensibilität sei eher kontraproduktiv, so Ingelore Heueck. Sie wünscht
sich insbesondere viel mehr Frauen, damit der Ton in der Politik
freundlicher werde und die Themen umfassender diskutiert würden. Ein
weiterer wichtiger Tipp war, dass die neuen Frauen sich erfahrene
Politikerinnen als Mentorinnen wählen sollten, die sie in den ersten
Jahren der politischen Unerfahrenheit begleiten und beraten. Die
meisten anwesenden Expertinnen erklärten sich ausdrücklich dazu
bereit, neue Frauen gerne „an die Hand zu nehmen“. Zusammenfassend
brachte Karina Holst, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Stade,
das Thema auf den Punkt: „ Die Zeit ist reif: Der Generationenwechsel
steht an. Interessierte Frauen sollten jetzt die Chance nutzen!“
Die weiteren Module der
Fortbildung der Gleichstellungsbeauftragten können bei der
Volkshochschule (VHS Stade, Tel. 04141 40990) gebucht werden, dazu
gehört ein Rhetorikkurs mit Bernhild Schrand, Führungskräftecoach aus
Hamburg, und ein Kurs „Sozialkompetenz, Selbstsicherheit und
Selbstbewusstsein im Miteinander“ mit Juliane Kiss, unter anderem
Trainerin für Sozialkompetenz und Prävention. Die Teilnahme an beiden
Veranstaltungen kostet insgesamt 40,00 €, pro einzelnes Modul 25,00 €.
Wünschenswert ist die Teilnahme an allen Modulen. Abschluss der Reihe
wird im nächsten Jahr das vierte FrauenFilmFestival im Cinestar am
Internationalen Frauentag am 8. März 2011 sein. Themenschwerpunkt der
Veranstaltung „Frauen in die Kommunalpolitik“.
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Integrationsprojekt "Junge Migrantinnen auf Ausbildungsplatzsuche"
Dabei kann es sich um
Mädchen handeln, die die Hauptschule, die Realschule, die Berufsschule
oder das Gymnasium verlassen, um in das Erwerbsleben einzusteigen.
Aber auch die Mädchen können mitmachen, die bereits im letzten Jahr
keine Ausbildungsstelle gefunden haben.
Zur Feststellung der Stärken und der Schwächen erhalten die Mädchen
einen Berufsfindungstest sowie einen Spracheignungstest durch die
Berufsberatung in Zusammenarbeit mit dem psychologischen Dienst der Agentur für Arbeit Stade.
Das Projekt enthält des
Weiteren mehrere Seminarangebote und Workshops, mit denen die Mädchen
sich mit ihrer Berufs- und Lebensplanung auseinandersetzen. Dabei geht
um die Berufswünsche der Teilnehmerinnen, um ihre individuellen
Interessen und Fähigkeiten, aber auch um das breite Spektrum an
Berufsmöglichkeiten, das ihnen offen steht. Das Projekt will den
jungen Migrantinnen Mut machen, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen. Als
Beraterinnen und Betreuerinnen stehen ihnen Mitarbeiterinnen der MuB
Stich- GmbH Bewerbungs- und Beratungskontur an drei Nachmittagen zur
Seite.
Danach geht es in ein
intensives Bewerbungstraining. Dazu erstellen die jungen Frauen ihre
persönliche Bewerbungsmappe, mit der sie sich erfolgreich bewerben
können. Hier werden sie – ebenfalls ganz individuell – auf das
Vorstellungsgespräch vorbereitet. In einem weiteren Schritt besuchen
sie ein Training zur Selbstbehauptungs- und Sozialkompetenz mit der
WenDo-Trainerin Juliane Kiss.
Mit diesem dritten Projekt zur Förderung der Integration von jungen
Frauen mit Migrationshintergrund sprechen die
Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und die AWO-Migrations- und
Integrationsberatungsstelle im Landkreis Stade, zum ersten Mal junge
Migrantinnen an. Diesmal ist die Agentur für Arbeit mit im Boot. Die
Planungen laufen auf Hochtouren.
In den letzten Monaten ihrer Schulzeit gehen die Mädchen auf
Praktikumssuche, um sich schon frühzeitig in der beruflichen Praxis
umzuschauen, aber auch, um Unternehmen als geeignete Ausbilder kennen
zu lernen beziehungsweise sich bei Unternehmen schon bekannt zu
machen. Das können Praktika sein, die an wenigen Nachmittagen nach der
Schule stattfinden oder direkt in der Ferienzeit.
Das Projekt wird
gefördert durch das Land Niedersachsen aus dem Landesaktionsprogramm „Migrantinnen
in Niedersachsen – Integration gestalten!“
Hintergrund für dieses
Projekt ist die Erkenntnis, dass junge Mädchen mit
Migrationshintergrund größere Hemmnisse bei der Ausbildungsplatzsuche
überwinden müssen als gleichaltrige deutschstämmige Mädchen. Oft sind
es die Sprachhemmnisse, oft sind es die schlechteren Schulnoten in den
Zeugnissen, manchmal das mangelnde Selbstbewusstsein. Die
Anpassungsschwierigkeiten, mit denen Migrantinnen konfrontiert werden,
hängen sowohl mit der mitgebrachten soziokulturellen Prägung durch das
Herkunftsland zusammen, als auch mit den in Deutschland vorgefundenen
erschwerten Integrationsbedingungen. Das Projekt setzt genau dort an:
Für eine erfolgreiche Integration dieser jungen Mädchen soll die
Unterstützung bei der Findung des richtigen Berufes und des
Ausbildungsplatzes hilfreich sein.
Ansprechpartner sind die
Gleichstellungsbeauftragte Anne Behrends unter Tel 0 41 41-1 22 05 gleichstellungsbeauftragte@landkreis-stade.de , bei der AWO Gaby
Siedentopf unter Tel. 0 41 41-53 44 11, siedentopf-awostade-migration@t-online.de, bei der Agentur für
Arbeit Armin Hilse unter Tel. 0 41 41-92 62 13 Stade.Berufsberatung@arbeitsagentur.de .
Fortsetzung des Artikels über Stalking
Herr Kellermann, Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Stade, war als
Referent in dieser Netzwerksitzung zugegen und machte darauf aufmerksam, dass
von den in 2010 eingegangenen Fällen nur wenige zur Anklage kamen und das sei
die eigentliche Problematik, denn oft fehlten die Beweise und die Voraussetzung
für eine Verurteilung sei dann nicht gegeben. Erfahrungsgemäß ist es so, dass
Stalker mit dem Nachstellen nicht aufhören, sondern diesen perfiden
Psychoterror fortsetzen. Hier gibt es die Möglichkeit nach dem
Gewaltschutzgesetz, ein Näherungsverbot beim Gericht zu erwirken, das dem Täter
verbietet, sich dem Opfer zu nähern und weiterhin in irgendeiner Form Kontakt
aufzunehmen.
Dem
Netzwerk war es wichtig, den von Stalking betroffenen Frauen und Männern
Empfehlungen zu geben, wie sie sich am besten verhalten, um sich selbst zu
schützen.
Die Opfer
sollten konsequent jeden weiteren Kontakt mit dem Stalker vermeiden bzw. ihm
den Kontakt deutlich untersagen. Hilfreich kann es auch sein, die Ruhe zu
bewahren und niemals zu schreien oder aggressiv zu werden. Die Opfer sollten
unbedingt jedes unerwünschte Verhalten des Nachstellers dokumentieren und ggf.
Protokoll dazu führen. Auch wenn kein Zeuge dabei ist, sollte man festhalten,
wann es zu welcher Kontaktaufnahme bzw. Belästigung gekommen ist, wo genau sie
stattgefunden hat und wer evtl. Zeuge sein könnte. Sollte es Beweise geben,
sollte man sie aufheben bzw. fotografisch festhalten.
Das Opfer
sollte immer daran denken, Nachbarn, Familie und auch Kollegen über den
Stalkingvorfall zu informieren, damit auch sie im Bilde sind und ggf. mit
unterstützen können. Außerdem empfiehlt das Netzwerk den Opfern von Stalking,
die Polizei rechtzeitig einzuschalten und Anzeige zu erstatten. In hartnäckigen
Fällen lohnt es sich auch, eine Fangschaltung zu beantragen, um Telefonterror
nachzuweisen. Außerdem ist wichtig, keine Pakete entgegen zu nehmen, die man
nicht erwartet.
Opfer sind
außerdem gut beraten, sich zu erkundigen, ob sie juristische Maßnahmen
einleiten sollten. Denn auch hier kann das seit 2002 gültige Gewaltschutzgesetz
angewendet werden. Bei einer Verletzung des Näherungsverbotes droht Strafe.
Außerdem schüchtert ein juristisch erwirkter Verweis so manchen Täter ein.
Das
Netzwerk möchte überdies, dass die Opfer von Stalking die Übergriffe sehr ernst
nehmen, denn ein Großteil der Stalker macht seine Drohungen wahr. So ist es
selbst in Stade vor wenigen Jahren zum Tod eines Stalkingopfers gekommen.
Ansprechpartner für Stalkingopfer ist im Netzwerk „Häusliche Gewalt“ das
Opferhilfebüro Stade der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen (Tel. 04141 107-286
oder 107-289) und die Biss-Beratungsstelle in Stade (Tel. 04141 5344-15).
Ansprechpartnerin für das Netzwerk ist Anne Behrends,
Gleichstellungsbeauftragte beim Landkreis Stade (Tel. 04141 12-205).
Fortsetzung I
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